Ostergedichte für Kinder
Osterhäschen, groß und klein, tummeln sich am Wiesenrain, müssen tanzen, hopsen, lachen und mitunter Männchen machen. Heute wollen wir noch springen und den Kindern Eier bringen: Rote, gelbe, braune, graue, bunte, grüne, himmelblaue. Keiner kriegt was, der uns sieht: Das ist unser Hasenlied.
Drunten an der Gartenmauer
hab' ich sehn das Häslein lauern.
eins, zwei, drei: legt's ein Ei,
lang wird's nimmer dauern. Kinder,
lasst uns niederducken!
Seht ihr's ängstlich um sich gucken?
Ei, da hüpfts und dort schlüpfts
durch die Mauerlucken.
Und nun sucht in allen Ecken,
wo die schönsten Eier stecken,
rot und blau, und grün und grau
und mit Marmorflecken.
Friedrich Güll
Häschen, Häschen Schnuppernäschen komm zu mir ins Haus. Häschen, Häschen Schnuppernäschen, teil die Eier aus.
Fünf Hasen, die saßen beisammen dicht,
Es macht ein jeder ein traurig Gesicht.
Sie jammern und weinen:
Die Sonn' will nicht scheinen!
Bei so vielem Regen
Wie kann man da legen
Den Kindern das Ei?
O weih, o weih!
Da sagte der König:
So schweigt doch ein wenig!
Lasst weinen und Sorgen
Wir legen sie morgen.
Heinrich Hoffmann